Workshop für Angehörige und andere Nahestehende von Menschen mit Demenz

Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt und zunehmend auf Hilfe angewiesen ist, sind Angehörige und andere Nahestehende selten darauf vorbereitet. Ganz automatisch übernehmen sie immer mehr Unterstützungsleistungen – manchmal allein schon aus finanziellen Gründen. Hinzu kommt oft das Gefühl, man sei es der- oder demjenigen schuldig oder es werde von der Gesellschaft erwartet. So kommt es nicht von ungefähr, dass viele früher oder später an ihre Grenzen stossen: Sie fühlen sich körperlich, psychisch und/oder seelisch belastet, die sozialen Kontakte werden reduziert, die Lebensqualität nimmt ab.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann legen wir Ihnen diesen Workshop ans Herz: An drei Donnerstagen in Folge geht es um Sie und Ihre Situation. Zudem lernen Sie andere Teilnehmer kennen, die Ähnliches erleben. Der Austausch untereinander und unter fachkundiger Anleitung hilft Ihnen, die eigene Situation besser einzuschätzen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Wir beschäftigen uns mit Fragen wie:

  • Mit welcher Motivation übernehme ich die Pflege und Betreuung?
  • Wie gehe ich mit meinen Schuldgefühlen um?
  • Wie gehe ich mit Erwartungen und Vorwürfen um?
  • Wo sind meine Grenzen? Wie erkenne ich sie und wie kann ich sie respektieren? Wo tanke ich Kraft?
  • Wie finde ich die Balance zwischen Erwartung, eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen?
  • Wie kann die Balance zwischen meiner Angehörigen/ meinem Angehörigen und mir geschaffen werden?


Am Ende des Workshops können Sie Ihre persönliche Belastungssituation konkretisieren, haben entsprechende Umgangsformen kennengelernt und neue realistische Perspektiven gewonnen.

Referentinnen
Dr. Bettina Ugolini
Diplompsychologin und dipl. Pflegefachfrau, Leiterin der psychologischen
Beratungsstelle LiA, Leben im Alter, am Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich, bekannt aus der Sendung «Ratgeber Psychologie» im Radio SRF 1 (einmal monatlich, jeweils dienstags um 11.10 Uhr) sowie aus weiteren Sendungen

Barbara Hedinger
Pflegeexpertin, Bereichsleitung Prozess- und Qualitätsmanagement bei Spitex Stadt Luzern, Beratungen von pflegenden Angehörigen, speziell bei Menschen mit Demenz und Palliative Care

Zielgruppe
Pflegende Angehörige und andere Nahestehende

Kosten
Der Besuch des Workshops ist für die Teilnehmer kostenlos.

Termine und Zeit
22. und 29. November sowie 6. Dezember 2018
von 18 bis 21 Uhr inklusive Pausenapéro

Maximale Teilnehmerzahl
15 – die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt

Veranstaltungsort
Spitex Stadt Luzern
Brünigstrasse 20, 6005 Luzern

Ihre Fragen beantwortet
Barbara Hedinger
barbara.hedinger@spitex-luzern.ch, Telefon 041 429 30 70

Das Netzwerk Demenz Stadt Luzern hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedingungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige zu verbessern. Am Netzwerk beteiligt sind: Ärztegesellschaft des Kantons Luzern, Alzheimer Luzern, Genossenschaft Zeitgut Luzern, Kantonales Programm «Gesundheit im Alter», KESB Stadt Luzern, Pro Senectute Luzern, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Luzern, SOS-Dienst Luzern, Spitex Pflegevita, Spitex Stadt Luzern, Stadt Luzern Abteilung Alter und Gesundheit, Steinhof Pflegeheim, Stiftung Der rote Faden, Verein Haushilfe Luzern, Verein Vicino Luzern, Viva Luzern.

Veranstaltungsort
Spitex Stadt Luzern
Brünigstrasse 20, 6005 Luzern
3. Etage

Hinweis
Rund um die Schulungsräume stehen nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung (blaue Zone). Wir empfehlen daher, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Anreise vom Bahnhof Luzern
ca. 10 Minuten Fussweg oder mit Bus Nr. 4 in Richtung Hubelmatt bis Haltestelle «Brünigstrasse».


Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung

per Post oder E-Mail an Barbara Hedinger:
barbara.hedinger@aspitex-luzern.ch
Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.

Anmeldefrist: 31. Oktober 2018