«Einen Bürojob wollte ich nicht.»

Noris Iten ist ein begeisterter Fussballer und lässt sich zum Fachmann Gesundheit ausbilden. Seine Berufswahl ist eine Familienangelegenheit. Viva Luzern Eichhof bietet die Lehrstelle.

Du bist in der Ausbildung zum Fachmann Gesundheit. Wie bist du zu dieser Berufswahl gekommen?
Einen Bürojob wollte ich nicht. Ich brauche die Bewegung und die Abwechslung. Zudem ist das quasi unser Familienberuf. Bereits meine Mutter, meine Grossmutter und eine Cousine sind Pflegefachfrauen, eine weitere Cousine ebenfalls Fachangestellte Gesundheit. Ich wusste also genau, auf was ich mich einlasse. Und das hat mir gefallen.

Im Viva Luzern Eichhof gibt es 14 Lernende im Bereich Fachmann/Fachfrau Gesundheit. Du bist einer davon, gemeinsam mit zwei weiteren Männern. 
Die Reaktionen auf meine Berufswahl waren durchaus positiv. Aktuell bin ich mit einem Kollegen der einzige Mann in meinem Umfeld, der eine dreijährige FaGe-Lehre absolviert. Aber ich bin überzeugt, dass sich das noch ändern wird.

Deine Berufswahl ist das eine, deine Leidenschaft «Fussball» das andere. Wie vereinbarst du als Leistungssportler Beruf und Leidenschaft?
Ich bin überzeugt von meiner Berufswahl, an erster Stelle steht aber der Sport. Seit ich laufen kann spiele ich Fussball. Ich bin Goalie und will Profifussballer werden. Dafür trainiere ich zwölf Stunden die Woche. Dies ist dank Swiss Olympic, einer Non-Profit-Organisation, die Sportverbände und den Schweizer Sport stärken will, möglich. Swiss Olympic fördert solche Lehrangebote. So kann ich trotz 90-Prozent-Pensum Leistungssport betreiben.

Das klingt nach einem langen Tag. Wann stehst du auf?
Ich stehe um halb sechs in der Früh auf. Das ist zwar nicht so meine Zeit, aber ich habe mich daran gewöhnt. Dann fahre ich mit dem Velo zum Bahnhof – ich wohne in Sachseln – und nehme den Zug nach Luzern. Um sieben Uhr beginne ich zu arbeiten. Bis vier Uhr, dann geht’s auf die Allmend zum Training. Zuhause bin ich kurz nach acht Uhr.

Wer ist dein sportliches Vorbild?
Mein Vorbild ist der Goalie Marc-André ter Stegen. Er ist Deutscher, steht aber aktuell beim FC Barcelona im Tor. Davor war er bei Mönchengladbach, da möchte ich auch einmal spielen.

 

Noris Iten, Fussballer und Fachangestellter Gesundheit im Viva Luzern Eichhof