Wiedereinstieg einer Mitarbeiterin bei Viva Luzern nach Krankheit

«Heute schätze ich den Alltag umso mehr», so Susanna Llolluni. In unserem Gespräch erzählt sie von der Ungewissheit, der Diagnose Krebs und ihrer Rückkehr in den Arbeitsalltag. Dabei konnte sie im Viva Luzern Rosenberg jederzeit auf die Unterstützung des Teams und der direkten Vorgesetzten bauen.


Diagnose Brustkrebs
Heute geht es Frau Llolluni wieder gut. So nehmen wir sie auch im Interview wahr: als fröhliche und offene Person. Bereits zu Beginn gesteht sie, dass sie sich an die Zeit zwischen Diagnose und Rückkehr zur Arbeit nur verschwommen erinnert. Angefangen habe alles mit einem Knoten in der Brust. Sie dachte es sei nichts Schlimmes und ging erst nach einem Gespräch mit einer Freundin zum Arzt. Anschliessend musste sie diverse Untersuchungen über sich ergehen lassen, bis die Diagnose Brustkrebs feststand. Die Arbeit und auch das Team im Viva Luzern Rosenberg bot ihr während dieser Zeit eine willkommene Ablenkung vom Warten und Hoffen.

Fernweh nach dem Alltag
Während ihrer zehnmonatigen Abwesenheit dachte Susanna Llolluni öfters an die Arbeit. Besonders an die Bewohnenden, wie es ihnen geht und natürlich an ihr Team. Sie sehnte sich nach einem geregelten Alltag und vermisste es, sich den Kollegen und Kolleginnen zugehörig zu fühlen. Nach den Therapien inklusive Bestrahlung und der notwendigen Erholungsphase freute sich Susanna Llolluni auf ihren ersten Nachtdienst. Ihre Vorgesetzte bemerkte im Kontakt, dass es ihr half zu wissen, dass man bei der Arbeit auf sie wartete und sie nach der schweren Zeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren kann.

Rückkehr
Die Freude zur Arbeit zurückzukehren war getrübt. Sie fühlte sich unsicher, obwohl sie bereits 19 Jahre im Viva Luzern Rosenberg tätig war. Die Behandlung führte dazu, dass sie häufig unkonzentriert und zerstreut war. Dieser Umstand wurde von ihrer Vorgesetzten ernst genommen. Sie bot ihr an, dass sie in ihrem ersten Dienst mit Verstärkung eingeplant wurde. So konnte Frau Llolluni die neuen Bewohnenden, Mitarbeitenden und Abläufe ohne Leistungsdruck kennenlernen. Bald fühlte sie sich wieder sicher in ihrer Tätigkeit. Dies sei insbesondere durch die Unterstützung ihrer Kolleginnen und die anfängliche Anpassung der Arbeitsplanung möglich gewesen.

Absenzenmanagement
Frau Llollunis Offenheit trug dazu bei, dass ihre Vorgesetzte die Arbeitskolleginnen und -kollegen ehrlich und offen informieren
konnte. Themen wie das Informieren des Teams, den Kontakt zu den Betroffenen während der Absenz sowie die Rahmenbedingungen des Wiedereinstiegs sind Teil des Absenzenmanagements. Dabei ist das Vertrauen zur/zum Vorgesetzten entscheidend. Die Erfahrung zeigt, dass Rückkehrgespräche im Allgemeinen als unangenehm empfunden werden. Auch wenn das Senken von Abwesenheiten ein Thema ist, steht das sich Kümmern um den Mitarbeitenden im Zentrum. In Fällen, wie von Frau Llolluni, geht es in erster Linie darum der/dem Betroffenen interne und wenn nötig, externe Unterstützung anzubieten und sich für geschwächte Mitarbeitende und ihre Gesundheit einzusetzen.

Die gebotene Unterstützung wird der Situation, den Bedürfnissen der abwesenden Person und des Teams angepasst. So schätzte Susanna Llolluni besonders den Kontakt mit ihrer direkten Vorgesetzten und den Teamkolleginnen sowie die Karten und Blumen, die sie vom Viva Luzern Rosenberg erhalten hat. Auch wurde ihr Wunsch respektiert, dass sie sich dann meldet, wenn sie sich kräftig bzw. gut genug fühlte.